Ein eigenartiges Ex-Voto auf dem Schauenberg. 

 L'Ami du Peuple   

Dimanche 26 Août 1962

DER VERBRECHER " U-HAU"

Eine Gefangenennummer

Diese beiden Hände in Ketten...
Unter allen Ex-voto beeindruckt dieses etwas erschütternd den frommen Pilger, der die friedliche Gnadenstätte auf dem Schauenberg besucht. «Verbrecherhände», könnte man meinen. Bei näherem Anblick sticht ein rotes Stückchen Tuch mit einer dicken 5 auf der Votivtafel hervor. Eine Gefangenen- nummer scheint es zu sein und tatsächlich, «N° de Prison», steht darauf, und darunter dieses Rätsel: «N°5 =«Ou-Hao» : P. Canisius Fried, o.f.m. de Gueberschwihr etc.» Rektor von Weihaiwei (Shantung) China. Er ist also der Verbrecher «U-Hau» und «U-Hau Fan-jen» in besserem Chinesisch. Somit befinden wir uns in Rotchina hinter dem Eisernen Vorhang, inmitten der verfotgten Kirche des Schweigens. «U-Hau» war sein chinesischer Eigenname während der 14 Monate seiner kommunistischen Kerkerhaft, zuerst vom 15. August 1951 bis 3. März 1952 im Gefängnis zu Weihaiwei, wo ihm dieses rote Stück Stoff auf den Gefängniskittel über das Herz aufgenäht wurde, Dann auch im Provinzgefängnis zu Tsinanfu, vom 5 März bis 26. September 1952. Hier allerdings wurden die Gefangenen nach der Nummer aufgerufen, die an der Zellenwand stand, wo ihr Plalz war, am Tag zum Sitzen, nachts zum Schlafen, auf dem Boden selbstverständlich. Aber bereits am zweiten Tag wurde der Pater mit seiner Kette an den Händen, aus der dritten Zelle in die erste versetzt, wo der dortige Verbrecher «U-Hau» gerade den Platz verlassen musste um seine Strafe abzubüssen: zwangsarbeit oder eine Kugel ins Genick. So blieb der Verbrecher «U-Hau» aus dem Gefängnis von Weihaiwei es weiter noch in dem von Tsinanfu bis zum Gerichtsurteil, das ihm in Tientsin am 6. Oktober 1952 abgelesen wurde: Ausweisung aus China für immer.

Und wenn das rote Läppchen reden könnte...? Sein Rot könnte uns zweifellos von den Leiden und Schrecken aller roten Kerker erzählen. Seine grosse 5 hingegen würde uns in sinnbildlicher Andeutung vom Schauenberg bis zum fernen China die besonders wohlwollende Güte der lieben Gottesmutter kundtun.

Fünf sind es, die letzten Franziskanermissionare, die aus der Apostolischen Präfektur Weihaiwei (die seit 1932 der Strassburger Ordensprovinz zugeteilt ist) ausgewiesen wurden. Genau auf den Tag, ein Jahr nachdem P.Canisius-China verlassen musste, wurden auch die 4 übrigen Patres polizeilich über die Grenze geschoben : P. Théophile Cansell, Propräfekt und Rektor von Mowping; P. Tharcise Kakeiser, Rektor von Wenteng, P. Francois Fradua, Aumônier vom Waisenhaus; P. Xavier Fried, Rektor von Yen-tan, den sie als Geisel für seinen Bruder unter Hausarrest zurückgehalten hatten. Wird nun aber die arme, verwaiste Mission ohne jeglichen Priester bleiben? Nein - sie wird Gott, sei Dank, bald ihre eigenen chinesischen Priester haben, leider einstweilen noch in der Verbannung.

Fünf sind es, die ersten Neupriester dieser jungen Mission. Von den Seminaristen, welche den Jesuitenpatres von Sienhsien (Hopeh) zu ihrer priesterlichen Ausbildung anvertraut wurden, dank der Vermittlung von P. Joseph Jaeggy, s. j. aus Pfaffenheim, fünf an der Zahl, konnten in den Jahren 1955 und 1956 zu Priestern geweihi werden, aber im Flüchtlingsseminar in Manila auf den Philippinen. Es sind dies die hochw. HH. Abbés Pascal Yü, Simon Yi und Joseph Sheh, die in der neuerrichteten Diözese Hsinchu auf Formosa, unter der Leitung Seiner Exz. Mgr. Tou tätig sind und, bis sie ihnen dorthin nachfolgen, der hochw. Abbé Léon Lü und der Franziskanerpater Jean Sung, die augenblicklich in Europa noch an ihren Doktorthesen arbeiten, der erste in Rom, der zweite in Paris.

Fünf sind es ebenfalls noch, die  letzten Franziskaner vom Schauenberg (der ja auch seit 1690 den Patres der Strassburger Ordensprovinz anvertraut und anfangs vom Rufacher Kloster abhängig war) die von dort Ende August 1791 durch die Französische Revolution verjagt wurden. Einem unterzeichneten Bekenntnis vom 20. März 1791 zufolge waren es P. Athanase Louis, Superior; P. Symmaque Stemmele, Vikar; P. Sulpice Dietrich; P. Alexandre Scherb und P. Eric Spraul. (1)
 

Der Pfinstmontag 1962

Fest des Hl. Geistes, mit seinem Pilgerzudrang von nah und fern, wie am grossen Jubiläumstag ; dazu schon am Vorabend die nächtliche Beleuchtung der Wallfahrtskirche im Dunkel der Vogesen, ein «schaut-an-den-Berg» von weitem her; die geräumige Esplanade vor dem Heiligtum im Schatten der alten Linden mit dem hohen Altar «face au peuple», hoch über der elsässischen Ebene; ein Wort an die Pilger in beiden Sprachen, vom "Verbrecher U-Hau", P. Canisius Fried, über einen «Neuen Menschen», Marxist oder Christ, Werk des Geistes oder der Materie...; ein Hochamt gesungen von einem der fünf Priester der Weihaiweier Mission, P. Sung, den der Verbrecher «U-Hau» vor kaum 20 Jahren getauft hat und mit ihm am Altar fünf Söhne des hl. Franziskus, als Diakon P. Séraphin Bischoff aus Niederhergheim, Subdiakon, P. Gonzague Bürr, aus Geberschweier und für den Choralgesang P. Xavier Fried; ein Erinnerungstag der hundertjährigen Seelsorge der Franziskaner vor der Französischen Revolution an diesem Gnadenort, liebliche Erscheinung eines Seraphischen Schauenberg. In diesem eindruckvollen Rahmen, wollte der Wallfahrtsdirektor, M. l'Abbé Kueny, Pfarrer von Pfaffenheim, die liturgische Feier begehen in welcher er das eigenartige Ex-voto auf den Gnadenaltar niederlegte als ein andauernder Aufruf zum Gebete für die Kirche des Schweigens
.
Diesen Aufruf verstand der Prediger zum Schluss mit zwingender Kraft zu verstärken, eben als der junge chinesische Priester das Credo anstimmen sollte. Auf sein Zeichen hin stand die ganze Pilgerschar auf zurn Glaubensbekenntnis. «Dieses Bekenntnis eures Glaubens bekräftigte er, das in seinem Wortlaut schon Tätigkeit des Geistes bedeutet, aus euren Herzen heraus ertönend, von euren Lippen weit über die Elsassebene erschallend, wird dies Glaubensbekenntnis zur schöpferischen Macht werden, wird die Lebenskraft des Hl. Geistes treffen, die im ganzen Weltall Dasein aus nichts hervorbringt, Leben und Liebe aus Hass und Tod, Ordnung im Frieden aus Unordnung und Krieg, aus grausamer Christenverfolgung neues christliches Leben... Bis dorthin muss es dringen, zu euren lieben Brüdern, die unter harter Verfolgung zum Schweigen gezwungen, verstummen... Der Priester der uns das Credo anstimmt, kommt er nicht von dort? aus dem riesengrossen China verschlossen hinter einem eisernen Vorhang, aus der drei millionengrossen Mission, die unserem Missionseifer anvertraut bleibt ? Dort ist Pater Sung geboren, dort leben seine lieben Eltern, seine vielen Freunde.., die armen, wehrlosen Christen ! Ihr Rufen um Hiife... Ihr Schrei um Erbarmen... Ihr seelisch angeborenes, auch unter Drohung und Schrecken unverdrängbares Gottesbedürfnis... Ach, die blutenden Herzen I Hier tritt aber der hl. Geist selber tröstend mit wortlosen Seufzern für sie ein,..»

Diese letzten Worte sanken fast wie ein Schluchzen auf die von Mitleid ergriffene Volksmenge nieder. Dem Credo aber, das eine tiefbewegte Stimme anstimmte, schlossen sich tausend Herzen zum wahrhaft katholischen, weltweit allumfassenden Gebete an.

Und nun rücken die Gläubigen näher. drängen sich um den Opferaltar des chinesischen Priesters... um den Kalvarienberg
der verfolgten Kirche des Schweigens; ein Leidensdrama: Todesangst, und Tod Christi in und mit seinen leidenden GIiedern, Ergänzungsopfer zu ein und demselben Kreuzesopfer des Herrn bis Er wiederkommt.

Dieser Priester bei uns am Altar... aus seiner Heimat verstossen... !  Noch nie hat er eine hI. Messe gehalten daheim, umgeben von den Seinen, in seinem Heimatdorf, in seinem teuren Vaterland... und wird er wohl je dieses Glück haben ? Die grosse bange  Frage ! Wo Religionshass wütet die Kirchen geschändet, die Altäre zerstört,- wo der religiöse Sinn bis in den Herzen entweiht wird. Kreuz und Altar geben uns die hoffnungsvolle Antwort. Auf Leiden und Tod folgt Auferstehung und Leben... und der sichere Einsatz der ÀIlmacht des Hl. Geistes,. Pfingstgeheimnis !

Auf diese hohe Bedeutung der heutigen Feierlichkeit, als auf ein Pfingsterlebnis in der Gemeinnot unserer Zeit, hatte der geistige Vorsteher, H. Pfarrer Kueny in seinem warmen Begrüssungswort an die Pilger eindringlichst hingewiesen. Ihr zahlreiches Erscheinen um den Opferaltar des heimatvertriebenen Priesters ist nicht nur innige Sympathiebekundung den verfolgten Brüdern gegenüber, es ist geheimnisvolle Teilnahme an ihren Prüfungen in Leidensgemeinschaft mit Christus in ein und demselben Kalvariendrama, es ist, in harten Zeiten, überzeugter Glaubensakt an die übernatürliche Wirkungskraft ein und desselben Kreuz- und Altargeheimnisses wodurch allein der hl. Geist die Gesamtkirche in Einheit und Ganzheit fest zusammenhält. Und wäre auch eine Teilkirche irgend wo unter Verfolgung ans Kreuz geschlagen, wie der Heiland am Kreuze am Sterben, wie sein Leichnam im Grabe, die Macht des Geistes bleibt und schafft neues Leben.

Gefesslte Hände, flehende Hände

 strecken sich von der Votivtalel uns entgegen. "Liebe Brüder,meine Brüder, betet für eure Brüder in China "  Diese Umrahmung gibt dem Bilde den vollen Sinn der gefesselten Hände, der flehenden Hände. Welch herzbrechender Schrei ! Sind wir nicht 900 Millionen in der weiten Welt, wir die auf Christus getauften Brüder und Schwestern, welche die Neue Welt bilden sollen, die bessere Welt schaffen müssen ? Sind sie nicht, 600 Millionen, all unsere Brüder in China... 900 Millionen insgesamt hinter dem Eisernen Vorhang, die ihr Etend zu uns schreien ? Und an wen werden die anderen 900 Millionen sich wenden, die Dritte Welt ?

Und wenn unsere Erdkugel von morgen auch drei Milliarden zählt, nur einer hat die Macht uns alle zu einer grossen Menschenfamilie zu vereinen zum Glück und Frieden der ganzen  Menschheit. Es ist der  Gottmensch, Jesus Christus, weil Er,der Eingeborene Sohn des himmlischen Familienvaters für uns alle am Kreuz gestorben und für uns alle von den Toten auferstanden ist. Die grosse Tatsache der Weltgeschichte. Die endgültige Entwicklungsphase der geistigen und materiellen Welt : «Die Neue Welt, der Neue Mensch», die grösste «Wirklichkeit» !

Diese grosse «Wirklichkeit»,selbst der kommunistische Richter glaubte sie, in seiner realistischen Art, dem «Verbrecher U-Hau» vor Gericht, einmal sozusagen an den Kopf werfen zu müssen. Von diesem seinem Gefängniserlebnis erzählte der Prediger. «In meinem langen Prozess in Rotchina, der mich ja verurteilen soIlte als Verbrecher gegen das Rote Regime, es sind genau 10 Jahre her, wurde ich einmal in einem Verhör, von dem Untersuchungrichter besonders scharf angebrüllt : «Was wollt ihr denn, ihr Missionare mit eurem System bei uns in China anfangen ? Die Welt vom Untergang retten ? Eine neue Welt schaffen mit eurem Christus ? Unsere Leute glücklich machen mit einer toten, nackten Leiche am Kreuze ? Bald zweitausend Jahre schafft ihr daran und kommt zu nichts, meinte er höhnisch, aber wir Kommunisten mit unserem System», betonte er ganz siegesfreudlg, «mit unserem Karl Marx und hier in China mit unserem Kameraden Mao Tse-Tung ! Erst gestern haben wir angefangen und schon ist ganz China mit uns - 600 Millionen Menschen und bald auch ganz Asien.., über die Hälfte der Menschheit !»  So schrie mich der rote Richter an, den Revolver in der Faust - es war Militärgericht - und ich beide Hände in Ketten, zwischen zwei aufgepflanzten Bayonnetten...

Ein Bild des gottfeindlichen Kommunismus im Kampfe gegen die christliche Kirche.

Ein Bild, auch dieser tote, nackte Leichnam am Kreuze, Zeichen des Widerspruches : Aegernis und Torheit für alle die, wie die Juden und Griechen in ihrem Religions- und Geistesleben materiallistisch gesinnt, sind ; Erlösung aber in Gottesweisheit... Liebe aber in Geistesmacht...

Ein Duft der Erkenntnis Çhristi,des Gekreuzigten, des Auferstandenen verbreitet sich überall vom Kreuze her, auf alle Menschen seine Anziehungskraft ausübend : Geruch des Todies der Tod berwirkt in denen die nur eine verwesende Leiche in Ihm erkennen; Wohlgeruch aber des Lebens der Leben schafft in denen die in diesem Leichnam auch schon den Auferstandenen erkennen, an die Macht des Geistes glauben, der durch Ihn das Neue Leben spendet, an die Weisheit des Gottessohnes, der in Ihm den Neuen Menschen erschafft und paradoxalerweise durch «Aegernis und Torheit», alle Konflikte und Widersprüche der geschöpfIichen Welt entscheidend löst... alle bis auf einen: der Widerspruch zwischen dem Geheimnis der Liebe und dem Geheimnis der Bosheit. zwischen dem marxistischen «System» und seiner «Lösung» und dem evangelischen «System» und seiner «Erlösung» ; zwischen Barrabas der lebt und doch noch stirbt und Jesus der stirbt und ewig lebt... Von der Liebe des ewigen Vaters, dem Himmelsglück zum ewigen Gottehshass, dem Höllenübel, über dieser weiten Kluft ist keine Ueberbrückung möglich, nur ein unerbittliches Entweder... Oder... I

Bevor wir den Schauenberg verlassen, reihen wir uns noch den Pilgern an die sich langsam durch das Heiligtum vor dem
Gnadenaltar einherbewegen. Das eigenartige Ex-Voto ist dort vor dem Gnadenthron aufgestellt: eine feine Brandzeichnung die eine Ordensschwester aus dem Sankt Annakloster der «Soeurs de Ribeauvillé» zu Soultzbach-Ies-Bains(Haut-Rhin)  in stiller Einsamkeitkeit zu Ehren der Himmelsmutter betend ausgeführt hat. Von dieser Votivtafel wendet sich unser Blick in tiefer Betrachtung auf die Kirche des Schweigens... Die betenden Hände hier oben, die arbeitenden Hände dort unten falten sich mitleidend mit den gefesselten Händen der verfolgten Brüder, vereinen sich mitwirkend mit den gekreuzigten Händen des Heilandes zum immerwährenden Opfer und Gebet.

Vom Schauenberg zur Elsburg

Hier oben auf «ihrer Herrlisheimer Burg», die sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf den Ruinen einer älteren, 1677 zerstörten Burg, neu erbaut hatten, starben und liegen begraben die hervorragendsten Wohltäter des Schauenbergs - des Elsass edle  Krone, Alsatiae totius decus et corona. Ihrer. Freigebigkeit verdenken wir den heutigen Muttergottesaltar mit dem  prächtigen Thron des Gnadenbildes, ein wahres Kunstwerk. An dessen Sockelverzierung erkennt man wie ihre authentische Unterschrift, die Wappen zweier Familien des elsässischen Adels: das der Familie des Barons Francois-Joseph von Schauenberg, der 74 jährig, am 2 September 1738 hier oben starb (in arce sua Herleshemia), und das der Familie seiner Gemahlin, der Baronin Marie-Reine-Antoinette de Montjoye Vaufrey, die auf demselben Kastell aber schon am 1. November 1726 im Alter von 55 Jahren starb. Mutter von 12 Kindern, hinterIiess sie das Andenken einer tugendhaften Frau und besonders mütterlicher Fürsorge, die sie von der Elsburg herab den Armen von Hattstatt und Herrlisheim gütigst angedeihen liess. (1)

Hier oben sollten an diesem Tage ebenfalls diese alten Bande zwischen dem Schauenberg und  der Elsburg durch ein intimes Familienfest in ritterlichem und franziskanischem Geiste neu geknüpft werden. H. Lucien Bartholomé  aus Pfaffenheim, ein Jugendlfreund von P. Canisius, hatte den Hügel samt dem veralteten Ferienheim, das an sich schon den Anblick eines antiken Kastells bot, bereits käuflich erworben. In diesem Unternehmen folgte er, wie aufs glücklichste inspiriert ,seinem erfinderischen Geist, der sich aber sonstwo, gemäss  der Liste Elsburger Produkte, auch ziemlich produktiv erweist. Nennen wir aufs Geratewohl nur sein «Estalin», das eure Möbel auf Hochglanz poliert, seine «Collerettes hygiéniques», die sich bei eurem Coiffeur so beliebt rmachen..

An diesem Pfingstmontag 1962, waren denn die fünf Söhne des hl.Franziskus vom Schauenberg, wie.ihre Brüder zur Zeit der ritterlichen Schauenburger und Montjoye, auch auf die Elsburg eingeladen worden, wo sie der «Burgherr», als moderne «Ritter der Runden Tafel», irn Kreise seiner Freunde fürstlich empfing. So war es auch in dem elegantenToast gemeint , den ein poetisch veranlagter Gast, dem Gastgeber für seine ritterliche Geste dankend vortrug:

                                              Sur les ruines s'élève une demeure altière,
                                              Dont le maître nouveau, comme ceux d'autrefois
                                              Accueille en son castel,  d'une façon princière,
                                              Les nouveaux chevaliers, Apôtres du Christ-Roi.

                                                                                                                                   P. Xavier FRIED, o.f.m.


(1) -
Geschtliche Anmerkung. La status de N.D du Schauenberg par P Ignace-Marie Freudenreich,O.F.M Strashourg,
       Le Roux 1931.
   -Sendbote des hl Franziskus, Metz 1920 (Januar-Juni). Geschichte und Schicksale des Gnadenortes U.L Frau
    vom Schauenberg von Jos. Lizler, E. Hincky